Hundeernährung: Wasser

Frisches Trinkwasser ist die wichtigste Grundlage für die Hundeernährung. Der Bedarf an Wasser steht immer in Beziehung zur Fütterung. Ein Mangel an Wasser führt schneller zu Krankheit und Tod des Hundes als ein Mangel an irgendwelchen anderen Nährstoffen. Wenn der Hund mehr als 15% seines Körperwassers verliert, können bereits daraus tödliche Folgen resultieren.

Der Körper des Hundes benötigt für zahlreiche Funktionen unbedingt Wasser. Wasser wird unter anderem als Transportmedium (Blut), zur Ausscheidungen von Giftstoffen (Urin) und für notwendige Lebensreaktionen (Verdauung innerhalb der Körperzellen) verwendet.

Im Wasserhaushalt ist wenig Spielraum für Schwankungen. Aus den Körperfunktionen ergeben sich zwangsläufig Wasserverluste, weshalb der Hund täglich ausreichend Wasser trinken muss, um seine Gesundheit zu erhalten.

Wasser wird vom Körper in mehreren Formen aufgenommen: als Nahrungsbestandteil, in flüssiger Form als Trinkwasser und im Wasser, das beim Auflösen von Proteinen, Fetten und Kohlenhydraten entsteht. Der Körper des Hundes verliert Wasser über Urin, Kot, Kondensation (in erster Linie von der Lunge – Hecheln), durch Hautatmung, durch Schwitzen über die Ballen der Pfoten und bei der Milchproduktion (bei säugenden Hündinnen).

Bei Durchfall, Fieber, Nierenerkrankungen, Diabetes und Blutverlust ist die Aufnahme von viel Wasser ganz entscheidend für die Lebenserhaltung des Hundes.

Dem Hund sollte ständig sauberes Trinkwasser in großer Menge zur Verfügung stehen. Der tägliche Bedarf unterliegt Schwankungen, die sich aus verschiedenen Faktoren ergeben. Zu diesen Faktoren gehören die Umgebungstemperatur, die Menge aufgenommenen Trockenfutters und der Aktivitätsgrad des Hundes.

Bei alten Hunden sollte die aufgenommene Wassermenge genau kontrolliert werden. Wenn der Verdacht besteht, dass der Hund zu wenig trinkt oder aus Gründen der Vorsorge, empfiehlt es sich, das Futter immer mit Wasser anzumischen. Außerdem kann man schmackhafte Brühen in das Wasser mischen, um einen zusätzlichen Anreiz zum Trinken für den Hund zu schaffen.

Wenn Sie mit Ihrem Hund spazieren gehen, sollten Sie genau darauf achten, wo Ihr Hund trinkt. Im Frühjahr und Herbst sind Pfützen, Gräben und natürliche Gewässer oft hochgradig belastet (landwirtschaftliche Dünger, Gülle, Pestizide). Auch das Wasser im heimischen Gartenteich kann eine Gefahr für die Gesundheit des Hundes darstellen, wenn in der Nähe Wiesen oder Felder gedüngt, Blumen gespritzt oder Algenmittel ins Teichwasser gelangt sind. Frisch gedüngte Wiesen bergen noch weitere Gefahren für den Hund, so sollte er dort kein Gras fressen und auch mit dem Spielen auf dieser Wiese sollte gewartet werden, bis der Dünger in den Boden eingezogen ist. Ansonsten besteht die Gefahr, dass auf dem speichelbefeuchteten Spielzeug Düngechemikalien anhaften, die der Hund über die Mundschleimhaut aufnimmt. Schlammige Gewässer (stark belastete Flüsse oder stehende Altgewässer) sollten ebenfalls für den Hund tabu sein, da hier eine große Bakterienbelastung vorliegt.