Evolution – Evolutionsgeschichte des Hundes

Der Wolf (Canis lupus) gilt als Vorfahre aller Hunderassen und zwar vollkommen unabhängig von der Größe und äußeren Erscheinung der Hunde. Aus diesem Grund werden Haushunde in der Zoologie auch unter dem Namen „Canis lupus f. familiaris“ zusammengefasst, womit sie keine eigene Art darstellen, sondern lediglich als eine Unterart des Wolfes aufgefasst werden.

Genau genommen hatte die Evolution des Hundes bereits vor über 50 Millionen Jahren ihren Anfang, als die ersten Fleischfresser entstanden waren und sich die Gebissform der heutigen Raubtiere herausbildete. Parallel dazu entwickelte sich in den nachfolgenden 25 Millionen Jahren eine Vielfalt an Pflanzen, mit ihnen diverse Pflanzenfresser und viele verschiedene Formen von Raubtieren.

Der Ursprung der Caniden-Familie wird auf ca. 30 Millionen Jahre vor unserer Zeit geschätzt. Höchstwahrscheinlich entwickelten sich die ersten Caniden in Nordamerika und breiteten sich von dort nach Europa, Asien und Afrika aus. Vor ca. 2 Millionen Jahren entwickelten sich hier die Vorfahren der modernen Caniden, von denen einige auch wieder nach Nordamerika zurückkehrten.

Die eigentliche Entwicklungsgeschichte des Haushundes – insbesondere seine Domestikation – steht in einem untrennbaren Zusammenhang mit der Menschheitsgeschichte. Der Homo sapiens wurde zunehmend sesshafter, wobei es zu einer Annäherung zwischen Wolf und Mensch kam, was zur Domestikation und schließlich zu Entwicklung der ersten Haushunde führte.