Fett in der Hundeernährung

In der Ernährung des Hundes erfüllt Fett mehrere Funktionen. So stellt Fett eine sehr konzentrierte Energiequelle dar, verbessert die Schmackhaftigkeit vieler Futtermittel und ist Träger der fettlöslichen Vitamine A, D, E und K.

Von besonderer Bedeutung ist allerdings Fett als Quelle der wichtigen Fettsäuren. Dabei ist vor allem die Linolsäure hervorzuheben, die elementar zur Bildung von Teilen der Zellwände und für die Synthese von Prostaglandin erforderlich ist. Ein Mangel an Linolsäure kann ein raues, trockenes Haarkleid, starke Schorfbildung, Hautrisse und Unfruchtbarkeit zur Folge haben. Sonnenblumenöl ist eine ausgezeichnete Quelle von Linolsäure und eignet sich deshalb ideal als Futterergänzung, wenn Hunde an einem Mangel an Linolsäure leiden.

Ein gesunder Hund ist in der Lage Fett sehr gut zu verdauen. Der Alaskan Huskie wird beispielsweise traditionell mit Seehundfleisch gefüttert, welches zu zwei Dritteln aus Fett besteht. Trotz widriger Umweltverhältnisse und harter Arbeit gedeihen diese Hunde gut.

Bei stark fetthaltiger Nahrung müssen andere Nährstoffe ergänzt werden. Diese Futterzusammensetzungen werden in kleinen Mengen aufgenommen, weshalb sichergestellt sein muss, dass die anderen Nährstoffe in höherem Anteil enthalten sind, damit der Tagesbedarf abgedeckt ist.

Futter, das einen hohen Anteil an nicht-gesättigten Fetten aufweist, wird schnell ranzig. Bei diesem Prozess gehen wichtige Nährstoffe verloren. Vor allem Vitamin E wird zerstört.