Übergewichtige Hunde: Tipps zur Durchführung einer Diät

Zunächst müssen Sie festlegen, wie viel Gewicht Ihr Hund verlieren soll. Hierfür können Sie sich vom Tierarzt oder Züchter beraten lassen oder sich an den Zuchtdaten orientieren. Dabei müssen Sie jedoch auch bedenken, dass Hunde – Rasse hin, Rasse her – Individuen sind, so dass das optimale Körpergewicht für Ihren Hund durchaus von Normen abweichen kann. Schreiben Sie sich das aktuelle Gewicht (Ist-Gewicht) und das gewünschte Zielgewicht (Soll-Gewicht) auf.

Um die richtige Futtermenge herauszufinden, können mehrere Versuche notwendig sein. Dazu füttern Sie 14 Tage lang entweder das reduzierte Normalfutter oder das ausgesuchte Diät-Hundefutter in der empfohlenen Menge des Herstellers. Anschließend wiegen Sie Ihren Hund, wenn der Gewichtsverlust unbefriedigend ist, muss die Futtermenge reduziert werden. Die nächsten 14 Tage füttern Sie dann beispielsweise die um 20 Prozent reduzierte Futtermenge und wiegen Ihren Hund erneut.

Sie sollten den Hund generell einmal in der Woche wiegen und das Gewicht aufschreiben, um die Entwicklung der Diät zu dokumentieren. Wählen Sie dazu am besten immer den gleichen Tag und die gleiche Tageszeit, da es innerhalb des Tagesablaufes immer gewisse Schwankungen gibt. Je nach Rasse können Sie den Hund einfach zum Wiegen auf eine Badezimmerwaage setzen, oder Sie nehmen den Hund auf den Arm, wiegen sich gemeinsam mit ihm und ziehen nachher Ihr Gewicht ab.

Dauerhafter Gewichtsverlust ist leichter zu erreichen, wenn der Gewichtsverlust nach und nach mit einer Rückdämmung des Appetits erzielt wird. Eine Hungerdiät mit anschließender Normaldiät ist für dauerhaften Gewichtsverlust weniger Erfolg versprechend.

Verschaffen Sie Ihrem Hund zusätzliche Bewegung, um die verminderte Futteraufnahme sinnvoll zu ergänzen und den Gewichtsverlust zu fördern. Dabei sollte der übergewichtige Hund jedoch keinesfalls überanstrengt werden. Vor allem für Hunde, die mehr als 25 Prozent Ihres Gewichtes verlieren müssen, ist langsame Bewegung wie ein geruhsamer Spaziergang wesentlich vorteilhafter und schonender für den Körper.

Wenn die Zufuhr an Kalorien unter den Erhaltungsbedarf reduziert wird, ist Hunger eine unausweichliche Folge. Dieser Tatsache sollten Sie sich bewusst sein. Machen Sie Ihrem Hund den Hunger erträglicher, in dem Sie dem Futter schlechter verdauliche Stoffe beifügen, die jedoch für Volumen sorgen. Empfehlenswert sind beispielsweise rohe oder gekochte Mohrrüben / Karotten, die wenige Kalorien enthalten, aber dennoch sättigen. Verteilen Sie die Futterration auf mehrere kleiner Portionen und geben Sie dem Hund diese über den Tag verteilt. Verwenden Sie einen kleineren Futternapf, der trotz der kleineren Portionen vollständig gefüllt ist, so hat Ihr Hund das Gefühl, eine volle Ration zu bekommen.

Geben Sie keinesfalls nach und geben Sie Snacks oder Leckerbissen, weil Ihnen der hungernde Hund leid tut, damit machen Sie die Gewichtsprobleme nur noch schlimmer. Informieren Sie auch alle Verwandten, Freunde, Nachbarn und Bekannten über die notwendige Diät für den Hund und leisten Sie Überzeugungsarbeit, dass niemand dem Hund einen Gefallen tut, der ihm heimlich etwas zusteckt.