Praktische Hundefütterung: Erwachsene Hunde

Die normalen, erwachsenen Hunde, die weder zur Zucht noch zur Arbeit gehalten werden, lassen sich in der Regel sehr leicht füttern und weisen die geringsten Futteranforderungen auf. Problematisch ist hierbei meist nur eine Überfütterung. Nährstoffmangel tritt dagegen eher selten auf.

Trockenes Komplettfutter, Dosenfutter als Alleinnahrung oder in Kombination mit einem Mixer oder eine mit Sorgfalt zusammengestellte, individuelle Ernährung aus verschiedenen Komponenten mit Frischfutter lassen erwachsene Hunde gleichermaßen prächtig gedeihen.

Bei der Fütterung erwachsener Hunde sollte man eine plötzliche Futterumstellung vermeiden. Die Folge von schnellen Veränderungen in der Ernährung des Hundes kann Durchfall sein. Wenn Sie eine neue Sorte Hundefutter einführen wollen, sollten Sie dieses nach und nach über einen Zeitraum von 5 bis 6 Tagen vollziehen. Ein Futterwechsel ist Stress für den Hund, weshalb Sie auch dafür Sorge tragen sollten, dass Ihr Hund während Ihrer Abwesenheit mit dem gewohnten Futter versorgt wird. Bei einer zeitweiligen Unterbringung in einer Hundepension empfiehlt es sich deshalb, dass sie das übliche Hundefutter mitnehmen, wenn Sie Ihren Hund abgegeben.

Es ist möglich ausgewachsene Hunde nur einmal am Tag zu füttern. Dabei ist es am besten, wenn die Fütterung immer zur gleichen Zeit erfolgt. Einige Hundehalter setzen einmal in der Woche einen Tag mit der Fütterung aus, wobei ein derartiger Fastentag nicht prinzipiell für jeden Hund empfohlen werden kann. Negative Beeinträchtigungen durch das Fasten sind jedoch nicht zu beobachten.

Welche Futtermengen für die Versorgung des erwachsenen Hundes notwendig sind, kann nicht pauschalisiert werden, da der Bedarf in Abhängigkeit zu vielen unterschiedlichen Faktoren steht. Die Temperatur spielt beispielsweise eine große Rolle. Wird ein Hund in den Wintermonaten teilweise im Freien gehalten, braucht er zum Erhalt seines Körpergewichtes einfach mehr Nahrung als in den wärmeren Monaten des Jahres. Bei sehr heißem Wetter ist die Wasserversorgung des Hundes von großer Wichtigkeit, da Hunde nicht in der Lage sind zu schwitzen. Sie regulieren ihre Körpertemperatur über Hecheln, wobei Wasser über die Atemwege und die Zunge abgegeben wird.

Erwachsene Hunde, die Arbeit verrichten, haben einen wesentlich höheren Bedarf an Energie als vergleichbare Familienhunde (gleiches Geschlecht, gleiches Alter, gleiche Größe). Schäferhunde, Polizeihunde, Armeehunde und Schlittenhunde gehören zu dieser Gruppe. Die Fütterung erfolgt bei diesen Hunden in der Regel nach Verrichtung der Tagesarbeit. Dann sind die Hunde müde und benötigen ein schmackhaftes Futter, das etwas mehr konzentriert ist, damit garantiert ist, dass ihr Energiebedarf durch entsprechende Futtermengen abgedeckt wird. Generell führt eine starke Körperbelastung – ganz besonders bei kalter Witterung – zu einem gesteigerten Bedarf an Energie, was bei der Fütterung beachtet werden muss.