Gebiss und Zähne des Hundes

Zähne und Gebiss beim HundBei den meisten Rassehunden muss das Gebiss aus 42 Zähnen bestehen. Vorne hat der Hund oben und unten jeweils sechs Schneidezähne. Diese Zähne nutzt er zum Fassen oder zum Ziehen an Gegenständen. Neben jedem äußeren Schneidezahn sitzt ein Eckzahn, der beim Hund als Fangzahn bezeichnet wird. Die Fangzähne verwendet der Hund zum Halten und Reißen. Außerdem verhindern sie, dass aufgenommene Gegenstände aus dem Maul fallen.

Hinter jedem Fangzahn schließen sich im Oberkiefer des Hundes vier Prämolaren und zwei Molaren an. Im Unterkiefer sitzen vier Prämolaren und drei Molare. Prämolaren und Molaren werden zum Mahlen und Kauen genutzt. Auf jeder Seite des Oberkiefers und des Unterkiefers befindet sich ein großer Backenzahn mit vielen Spitzen, der als Reißzahn bezeichnet wird.

Es gibt zwei Zahngenerationen beim Hund: Welpen kommen ohne Zähne auf die Welt. Allgemein brechen in einem Alter von etwa zwei Wochen die kleinen Milchzähne durch. Wenn der Hundewelpe älter wird, brechen zwischen dem zweiten und sechsten Lebensmonat die Dauerzähne durch, die die Milchzähne ausstoßen. Generell kann man sagen, dass das endgültige Gebiss umso später durchbricht, je kleiner der Hund ist.

Hundegebisse werden nach Zangengebiss, Scherengebiss, Vorbiss und Rückbiss unterschieden:

Scherengebiss
Bei einem Scherengebiss greifen die Schneidezähne des Oberkiefers über die Außenflächen der unteren Zahnreihe. Die Innenseite der Schneidezähne des Oberkiefers berührt so die Außenseite der Schneidezähne des Unterkiefers.

Zangengebiss
Bei einem Zangengebiss stoßen die Schneidezähne des Hundes aufeinander ohne zu überlappen.

Die meisten Rassestandards beschreiben das ideale Gebiss des Hundes. So ist beim größten Teil der Jagd- und Gebrauchshunde ein Scherengebiss erwünscht oder bei einigen Hütehundrassen ein Zangengebiss gewollt.