Hunde: Wissenswertes über die Rute

Die Rute, wie der Schwanz des Hund korrekt bezeichnet wird, ist je nach Hunderasse unterschiedlich lang und geformt. Der Barsoi hat beispielsweise eine Rute, die an eine Feder erinnert, während der Pembroke Corgi eine kleine, angeborene Stummelrute aufweist.

Für den Hund ist seine Rute ein wichtiges Hilfsmittel, um die Balance zu halten. Insbesondere bei Sprüngen, beim Beschleunigen, Bremsen oder bei schnellen Wendungen setzt der Hund die Rute zu diesem Zweck ein. So hält er die Rute tief, wenn er abspringt und zieht sie nach oben, sobald er den höchsten Punkt seiner Flugbahn erreicht hat. Auf diese Weise bringt er seinen Körperschwerpunkt nach vorne, seine Hinterhand nach oben und befördert sich so über das Hindernis. Wenn er den Boden wieder erreicht hat, nimmt er die Rute wieder runter, um das Gleichgewicht wieder zu finden. Hunde, die mit einem Stummelschwanz ausgestattet sind, haben trotzdem keine Probleme mit dem Springen, da sie sich eines anderen Sprungstils bedienen, der in der Lage ist das fehlende Gegengewicht der Rute zu kompensieren.

Hunde nutzen die Rute beim Schwimmen auch als Ruder. Dazu strecken sie ihren Schwanz und tragen ihn unmittelbar unter der Wasseroberfläche. Wenn der Hund abdreht, schwingt die Rute auf die Seite und drängt dabei das Wasser mit, was dem Hund die Drehung vereinfacht.

Beim Retriever wird die Rute auch als Gegengewicht verwendet, wenn der Hund Beute in seinem Fang transportiert.

In der Kommunikation des Hundes spielt die Rute ebenfalls eine wichtige Rolle. Durch eine wedelnde Rute kann er beispielsweise Zufriedenheit zum Ausdruck bringen. Allerdings kann eine steif wedelnde Rute, die der Hund ganz bewusst hin und her bewegt, in einem anderen Zusammenhang auch als Drohung gemeint sein. Analog zum Ohrenspiel des Hundes kann eine hoch getragene Rute Zeichen für Zuversicht aber auch Aggression sein. Trägt der Hund die Rute tief oder klemmt sie zwischen seinen Beinen ein, so kann dieses auf Angst oder Unterwerfung hindeuten.