Das Atmungssystem des Hundes

Das Atmungssystem ist dafür zuständig, der inhalierten Luft Sauerstoff zu entziehen und ihn ans Herz-Kreislauf-System des Hundes abzugeben. Die eingeatmete Luft besteht in diesem Zusammenhang nur zu etwa 20% aus Sauerstoff.

Die Lungen dehnen sich durch Kontraktionen des Zwerchfells und Ausdehnen des Brustkorbes aus, wobei die Luft durch die Nase des Hundes, über den Kehlkopf (Sitz der Stimmbänder), die Luftröhre (Trachea) und durch die häufig verzweigten Luftwege in die tief im Lungengewebe befindlichen Lungenbläschen (Alveolen) strömt. Die Wand der Alveolen ist sehr dünn und erlaubt den Austausch von Sauerstoffmolekülen und Kohlenstoffmolekülen. Anschließend wird die mit Kohlenstoff (Kohlendioxid) angereicherte Luft wieder vom Zwerchfell aus den Lungen herausgedrückt.

Die Atemwege erfüllen neben der Atmung noch eine weitere Funktion: die Stimmgebung. So wird das Bellen des Hundes durch das kraftvolle Austreiben von Luft aus den Lungen, vorbei an den Stimmbändern im Kehlkopf, erzeugt. Die Stimmbänder geraten in Vibration und bringen so das typische Bell-Geräusch hervor. Der Hund kann nicht nur bellen, sondern auch knurren, heulen, jodeln, jaulen und weitere Laute von sich geben. Dieses wird durch Kontraktion der Muskeln, die den Kehlkopf umgeben, Anpassen der Kraft sowie dem Zeitpunkt der Muskelkontraktion des Zwerchfells gesteuert.